2016|12|05

Nature4Cities –  Startschuss des ersten europäischen Projekts zu naturbasierte Lösungen über die Renaturierung von Städten

Abb.: Nature4Cities: Innovating with Nature – Nature based solutions 

Foto: European Commission – Research & Innovation – Environment


 

Projektinhalt:

Städte wieder zu begrünen, hat sich vor kurzem als neue strategische Priorität im Rahmen des EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation herausgestellt. In diesem Zusammenhang ist Nature4Cities * (N4C) eines der beiden Projekte, die finanziert werden, um eine gemeinsame Grundlage für NBS-bezogene Forschung und Innovation in Europa zu bauen.

 

Nature4Cities – Nature-Based Solutions

Die meisten Naturbasierten Lösungen (NBS) können nicht nur als Ersatz für konventionelle Lösungen betrachtet werden, sondern erfordern einen neuen Governance-Ansatz. Die Integration von NBS in die Stadtplanung erfordert sowohl eine Veränderung des Geistes in mehreren Stakeholdern, neue Governance-, Geschäfts- und Finanzierungsmodelle als auch neue integrierte Beurteilungsmöglichkeiten.

 

Das Konzept von Nature4Cities basiert auf:

(1) dem Aufbau einer NBS-Wissensbasis und dem damit verbundenen integrierten Analyserahmen,

(2) der Entwicklung einer ganzheitlichen Bewertungs-methodologie,

(3) der Anpassung der bestehenden Technologien für das städtische Datenmanagement und das Engagement der Bürger, und

(4) die gemeinsame Entwicklung und Demonstration mit Partnerstädten (Città Metropolitana Di Milano (IT), Çankaya (TR), Szeged (HU), Alcala de Henares (ES)).

 

Interdisziplinäres Team

Das N4C-Konsortium ist aus 9 Ländern hervorgegangen, die sich aktiv an der EU-Dynamik von R&D&I, an der Überquerung der städtischen Infrastrukturplanung und des Bausektors, der Umweltprüfung, der Sozialwissenschaften, des Innovationsmanagements und der Informations- und Kommunikationstechnologie beteiligen.

 

Über Nature-Based Solutions

Naturbasierte Lösungen (NBS) für städtische und gesellschaftliche Herausforderungen sind Lösungen, die von der Natur inspiriert und unterstützt werden; Grüne Dächer und Wände, städtische Wälder, alternative  Regenwasser-managementsysteme, städtische Landwirtschaft usw. Sie sind kostengünstig und bieten gleichzeitig ökologische, soziale und ökonomische Vorteile und tragen dazu bei, die Widerstandsfähigkeit zu steigern. Solche Lösungen bringen durch lokal angepasste, ressourceneffiziente und systematische Interventionen mehr und vielfältigere Natur und natürliche Merkmale und Prozesse in die Städte.

 

Innovation mit Natur

Eine spezielle Interessengruppe wird geschaffen, um den Umfang des Projekts zu erweitern und frühzeitige Adaptoren von N4C-Technologien zu identifizieren: Green Area Manager, Stadtplaner, Landschafts-architekten, Architekten, Politiker, Umweltprofis …

Dieses 4-jährige Projekt ist vor allem unter Berücksichtigung der verschiedenen Fachgebiete, des großen Konsortiums und des Feldtestes der Werkzeuge im realen Betrieb mit Partnerstädten eine Herausforderung. Das Gesamtbudget beträgt 7,5 Millionen Euro. Während des Kick-off-Treffens sehen die Konsortialpartner gemeinsame Arbeiten für das nächste Jahr vor. Eine eigene Website wird in den 6 Monaten gestartet werden.

Nature4Cities Projekt wird eine Wissensdiffusion und Entscheidungsunterstützung als Web-Plattform für städtische Re-Naturing durch neue kollaborative Modelle. Schließlich beabsichtigt sie, Kommunal-behörden und Stadtplaner bei der Projektentwicklung zu unterstützen und ihnen neue Instrumente zu geben, um die Bürger in den Prozess einzubeziehen. Durch die Schaffung eines Referenzrahmens in NBS wird es einen Beitrag zur Schaffung eines globalen Marktes und neue Geschäftsmöglichkeiten in der grünen Wirtschaft leisten.

 

*This project has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under Grant Agreement N° 730468

 


 

 Nature4Cities Konsortium

 

  • 5 führende Forschung & Entwicklung Organisationen: Nobatek (FR), Tecnalia (ES), Eurecat (ES), Cartif (ES), Luxembourg Institute of Science & Technology (LU), Cerema (FR);
  • 4 Universitäten: University of Nantes (FR), Agrocampus Ouest (FR), University of Szeged (HU), Middle East Technical University (TR);
  • 2 führende industrielle Organisationen: Acciona Infraestructuras S.A. (ES), D’Appolonia spa (IT);
  • 8 kleine und mittelgroße Unternehmen (SMEs): R2M Solution Ltd (UK), Ekodenge (TR), Innova Integra Ltd (UK), Duneworks (NL), Argedor (TR), Terranis (FR), Colouree (IT), Green4Cities (AT);
  • 2 Stakeholder-Verbände: Plante & Cité (FR), Hungarian Urban Knowledge Centrer (HU);
  • 4 Städte als Case-Study-Cities: Città Metropolitana Di Milano (IT), Çankaya( TR), Szeged (HU), Alcala de Henares (ES).

 


 

Autor: Johannes Anschober, BSc

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