SCHWIMMHALLEN Wien

Wien

Status
Trainingshalle Großfeldsiedlung umgesetzt
Schwimmhalle Simmering im Bau

Zeitraum
2021-2026

Auftraggeber
Magistrat der Stadt Wien
MA 44 – Bäder

Architektur und Generalplanung
illiz Architektur ZT GmbH

Team G4C
Bernhard König mit Jana Holzmann, Greta Weifner, Benedikt Kremsner

Pflanzplanung: Karl Hillebrand
Vegetationstechnik: Bernhard Scharf
Konstruktion Rankhilfen: David Reiterer

Adaptives Begrünungssystem

Im Rahmen der „Bäderstrategie 2030“ werden die baugleichen Wiener Kombibäder Simmering und Großfeldsiedlung jeweils um eine Trainingsschwimmhalle für den Schul- und Vereinssport erweitert. Das Büro illiz architektur aus Wien und Zürich konzipierte eine freistehende, dreigeschossige Halle, die auf kompaktem Grundriss Teile der bisher versiegelten Parkplatzflächen besetzt und über freitragende Brücken mit dem Bestand verbunden ist.

Green4Cities entwickelte dafür ein Freiraum- und Fassadenbegrünungskonzept, das sich dem jeweiligen Standort einfach anpassen kann. Unterschiedliche Expositionen, topografische Voraussetzungen, Zugänglichkeiten oder Fassadenöffnungen können adaptiv aufgenommen werden.
So entstand eine skulpturale grobmaschige Kletterhilfe aus Flachstahlelementen, die sich wie ein Vorhang um das Gebäude legt. Dabei sind die Gitterelemente jeweils zweigeteilt in ein unteres Element, welches sich an Zugänge oder Topographie individuell anpassen lässt und in ein oberes Element, welches die Fassade mit ihren großen Fensteröffnungen gleichmäßig verschatten soll.

Regenwassermanagement

Die neuen Trainingshallen werden von einem Pflanzkörper umgeben, welcher als Schwammstadt-Bauweise die Dachwässer aufnehmen und zwischenspeichern kann. Dafür werden entsprechende Verrieselungsleitungen in den mineralischen Substratschichten entlang der Gebäude geführt. Die robuste Staudenvegetation kann kurzfristige Überstauungen kompensieren.

(c) Green4Cities GmbH, September 2025

Versickerungsoffene Oberflächen

Differenzierte Betonplattenmuster bestimmen die Wegoberflächen, die abseits von Geh- und Fahrlinien unterschiedliche Splitt- und Rasenfugenanteile aufweisen und auf diese Weise die Oberflächenwässer großteils direkt vor Ort versickern.

(c) Hertha Hurnaus, 2024
(c) Hertha Hurnaus, 2024
(c) Green4Cities GmbH, September 2025