Tröpferlbad 2.0

Wien

Status
umgesetzt

Zeitraum
04/2019-03/2022

Projektwebseite
www.troepferlbad.at

Fördergeber
Klima-und Energiefond Austria

Konsortialführerin
Green4Cities (G4C)

Team G4C
Doris Schnepf, Johannes Anschober, Andreas Berger, Markus Jeschaunig, Lisa Enzenhofer, Tobias Vollmann

Partner
Stadt Wien
BN-K (Büro für nachhaltige Kompetenz)
ÖGUT
Green Rocket, Rockets holding
urban innovation vienna
Wien Energie
die treiber

Story

Ziel des Projekts ist die Entwicklung von modularen, wandelbaren und kühlungsoptimierten Stadtfreiräumen (Coolspots) ohne Konsumzwang mit hoher Aufenthaltsqualität. Dafür wurden konkrete zwei Demo Coolspots in Wien umgesetzt.

Demo-Coolspot Schlingermarkt/ Green4Cities und Breathe Earth Collective – Visualisierung: BILDERMEHR

Ein Demo-Coolspot wurde im 21. Bezirk, auf dem Landparteienplatz des Floridsdorfer Marktes (Schlingermarkt) umgesetzt.

Schlingermarkt Coolspot

Ein weiterer Demo-Coolpots wurde im Zuge der Neugestaltung des Esterházypark im 06. Wiener Gemeindebezirk errichtet.

Coolspot Esterhazypark

Um die maximale spezifische Klimawirksamkeit pro Standort sicherzustellen, werden die Coolspots auf Basis mikroklimatischer Simulationen für die jeweilige Umgebungsstruktur optimiert geplant und gebaut. Beide Demo-Projekte verbinden vegetative und hydrologische Elemente der Kühlung, spenden also Schatten durch einen Mix aus künstlicher Beschattung und Bewuchs sowie kühlen durch versprühen von Wasser in Form von Sprühnebel. Die Wirksamkeit wird über die Messung von mikroklimatischen Daten erhoben und im Vorher/Nachher-Vergleich dargestellt. Die errichteten Coolspots sind modular erweiterbar und lassen sich hinsichtlich Funktion und Design optimal in die wandelnden Umgebungsstrukturen einbinden. Durch den Verzicht auf Bodeninterventionen und den Einsatz innovativer Leichtbauelemente wird eine größtmögliche Adaptierbarkeit garantiert

Technische Coolspot Prinzipien

Unterschiedliche Partizipationsmaßnahmen wurden dabei im Vorfeld gemeinsam erprobt, unter anderem mit verschiedenen vulnerablen Gruppen, um die Bedürfnisse und Ansprüche der Nutzer und Anrainer für das Design des Coolspots optimal zu integrieren.

Der Projekttitel „Tröpferlbad 2.0“ bezieht sich auf die ersten Volksbäder, die aufgrund der schlechten hygienischen Verhältnisse ab Ende des 19. Jahrhunderts in Wien errichtet wurden und ein Segen für die Volksgesundheit der damaligen Zeit war.


Die Ergebnisse aus dem Projekt und die anschaulichen Demo-Beispiele sollen mittelfristig die Schaffung eines Coolspot-Netzwerks im gesamten Stadtgebiet ermöglichen. Dazu dienen auch die öffentlichen Handbücher die auch (klassische und alternative) Finanzierungsmethoden beinhalten.

Das Projekt Tröpferlbad 2.0 hat zum Ziel der Ausgangspunkt von zahlreichen Coolspot-Netzwerken in ganz Europa zu werden.